BLUTLINIEN II – KENNE DEINEN FEIND

Provinz: Lovenia / Ravenni / nahe Ravenna Roca (30 km südlich in einem Ordenshaus)

1,5 Monate später, gute 2 Jahre nach der Schlacht von Rajusha und den Vorfällen in Stara Voca.

Nachdem Heilerin Kilare aus dem Dorf Selanim (4 Wochen nördlich von Chataan)  Überfällen auf ihr Heilerhaus und mehreren Höfe meldete und auch von der Bastion Adhara weiter nördlich berichtet wurde, dass eigenartige Kreaturen aus den noch verschneiten Bergen kamen, brach der Trupp in diese Richtung auf, um die Spur zu verfolgen und nicht nur die Handlanger, sondern auch die Spiegelbestie selbst zu jagen. Vor Ort, am Fuße des westlichen Grenzgebirges von Ravenni, kehrte der Trupp in die Raststation „Zum gebrochenen Stab“ ein, um ein letztes Mal zu nächtigen, ehe die Suche nach dem Ursprung der Kreaturen sie in die Berge führen sollte. Noch am selben Abend erkannten sie, dass sie in einer Falle waren, eine Bestie hatte nur auf sie gewartet und sich den ganzen Winter über auf diese Begegnung vorbereitet; die Jäger der Spiegelbestie sollten sterben. Die Bestie vollendete das Ritual einer gigantischen Kuppel, um den spezialisierten Einsatztrupp von jeglicher Versorgung abzuschneiden. Die Bestie verfügte über eine Heerschar an Gefolge, teilweise Korrumpierte, teilweise erschaffene Konstrukte, geformt aus den Unwilligen, die lieber starben und ihre Lieben sterben sahen, als sich ihr anzuschließen. Welle um Welle brandeten die ehemaligen Bewohner von kleinen Bergdörfern, Höfen und Siedlungen gegen die Gesandten von Licht und Feuer. Spätere Zählungen ergaben über 600 Seelen, die dem winterlichen Beutezug der nekromantischen Bestie zum Opfer gefallen waren und später, im Versuch die Gesandten auszulöschen, ihr Blut auf den Wiesen der Raststation ließen. Die nekromantische Bestie gab an, sich gegen die Spiegelbestie, die Bestie von Rajusha, stellen zu wollen, doch die Gesandten bekämpften Korrumpierten um Korrumpierten und Carnifex um Carnifex, die sie ihnen entgegenstellten. Ein Soldat schloss sich in seiner Verzweiflung und seinem Wunsch zu helfen Obscuritas an, kämpfte aber bis zuletzt auf der Seite der Gesandten, erst als er entwaffnet werden sollte, als jeder Kampf vorüber war, stellte er sich gegen seine Mitstreiter, da er sein Schwert nicht abgeben wollte. Noch zuvor wurde die Kuppel Punkt für Punkt destabilisiert, während die restlichen Truppen die Stellung hielten. Die nekromantische Bestie erkannte die Wendung, zog sich in den Wald zurück und wurde seither nicht mehr gesichtet, obwohl der Wald später von Truppen gründlich durchsucht wurde. Als die Kuppel brach, erkannten die Gesandten, dass die Heilerin Kilare von Beginn an nicht Herrin über ihren Körper gewesen und von einer anderen Bestie besessen war, die sich von den hunderten Seelen aus dem Gebirge ernährt und diese auch noch bei sich gesammelt hatte. Die Seelensammlerin schaffte es, sich noch ein letztes Mal zu stärken, durch Seelen bei denen sie während der Behandlungen als Heilerin Anker gesetzt hatte, dann wurde sie von den Gesandten vernichtet. Durch die Vernichtung der Seelensammlerin wurden alle unschuldigen Seelen der Bergbewohnerinnen und -bewohner freigesetzt und konnten im Licht aufgehen. Am Ende war nur noch eines zu tun: die Wirtsleute der Raststation „Zum zerbrochenen Stab“ waren korrumpiert worden, aus dem besten Willen ihre Familie zu schützen, sie wussten von der Falle, in die die nekromantische Bestie die Gesandten geführt hatte und hatten das Spiel mitgespielt, um am Ende wieder mit ihrer Familie vereint zu werden.

Ras-Alay Ashoka Amit Vinajac Bahadir tat eben dies, er führte die Familie durch einen Urteilsspruch am Abend des 7. Tages im Blumenmond des Jahres 517AA durch sein Schwert wieder zusammen. Alle Ehre dem Licht!